Steigende Nachfrage nach Beratung bei Gewalt gegen Frauen
Pressemitteilung
Statistik der Fachberatungsstellen im bff zeigt für 2025 steigende Nachfrage und zögerlichen Ausbau des Hilfesystems
Die Statistik des Bundesverbands Frauen*beratungsstellen und Frauen*notrufe (bff) für 2025 zeigt: Der Bedarf an Unterstützung bei Gewalt gegen Frauen* wächst weiter. Die 230 im bff zusammengeschlossenen Fachberatungsstellen haben im vergangenen Jahr mehr als 100.000 Menschen beraten und rund 313.000 Beratungsgespräche geführt.
Trotz eines Anstiegs der personellen Ressourcen bleibt die Finanzierung vieler Beratungsstellen unzureichend. Besonders in strukturschwachen Regionen erschwert dies den Ausbau notwendiger Hilfsangebote. Auch bei der Unterstützung von Betroffenen digitaler Gewalt bestehen weiterhin große Versorgungslücken. Weitere Herausforderungen bestehen beim barrierefreien Zugang zu Beratung, etwa durch fehlende Sprachmittlung, nicht barrierefreie Räumlichkeiten oder unzureichende mobile und aufsuchende Angebote.
Mit dem 2025 verabschiedeten Gewalthilfegesetz wurde eine wichtige Grundlage für den Ausbau des Hilfesystems geschaffen. Ab dem 1. Januar 2032 besteht ein individueller Rechtsanspruch auf Schutz und fachliche Beratung. Bis dahin müssen die Unterstützungsangebote bedarfsgerecht ausgebaut, langfristig finanziert und für alle Betroffenen zugänglich gemacht werden.
Damit alle gewaltbetroffenen Frauen und ihre Kinder die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, braucht es eine verlässliche Finanzierung, einen flächendeckenden Ausbau der Hilfsangebote und die Expertise spezialisierter Fachberatungsstellen.
Hier die gesamte Pressemitteilung des bff vom 10.September 2026.
Quelle: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe – Frauen gegen Gewalt e. V. (bff), Pressemitteilung vom 10. September 2026.